Häu­ser für Roma

Bei aller Ein­fach­heit haben wir ver­sucht, das Haus so zu gestal­ten, dass es den Bewoh­nern ver­traut sein kann. Der Schmuck spielt eine Rolle.

Gut Bod­man Häu­ser plant für den Ver­ein ELIJAH (www.elijah.ro) Wohn­häu­ser für arme Roma-Fami­lien in Rumä­nien. Diese leben oft in für uns unvor­stell­ba­ren Ver­hält­nis­sen. Eine Spi­rale aus vie­len Jahr­hun­der­ten lan­ger Dis­kri­mi­nie­rung und kul­tu­rel­len Miss­ver­ständ­nis­sen zemen­tiert ihre Posi­tio­nie­rung inner­halb pre­kä­rer Ver­hält­nisse. ELIJAH hat sich zur Auf­gabe gemacht, diese Ver­hält­nisse zu durch­bre­chen. Ein Bau­stein ist dabei eine Woh­nung, die Wet­ter­schutz bie­tet und beheiz­bar ist und in der sich hygie­ni­sche Min­dest­stan­dards erzeu­gen las­sen. Hier­bei stel­len sich zahl­rei­che Fra­gen: Wie groß sollte diese Woh­nung sein, damit eine Fami­lie sich darin orga­ni­sie­ren kann? Wie las­sen sich Auf­wände und Flä­chen mini­mie­ren? Wie muss das Haus gebil­det wer­den, dass sich seine Bewoh­ner damit iden­ti­fi­zie­ren und Ver­ant­wor­tung über­neh­men kön­nen? Wie gehen wir mit dem Ein­satz von Gebäu­de­tech­nik um, in einem Umfeld, in dem hand­werk­li­ches Know-how nicht zu fin­den ist? Wie kann eine Bau­kon­struk­tion aus­se­hen, die im Kon­text eines mit­un­ter eher robus­ten Lebens­voll­zu­ges steht? In dem Zusam­men­hang ist auch die Repa­ra­tur­fä­hig­keit zu sehen. Bei aller Ein­fach­heit haben wir ver­sucht, das Haus so zu gestal­ten, dass es den Bewoh­nern ver­traut sein kann. Der Farb­schmuck der Fas­sa­den spielt eine Rolle. Ebenso inten­sive Far­ben, die für unser Auge eher unge­wöhn­lich sind. Nach­dem ein Mus­ter­haus erstellt wor­den war, konnte mit der seri­el­len Bebau­ung begon­nen wer­den. Die städ­te­bau­li­che Orga­ni­sa­ti­ons­form ist wie vor­ge­fun­den das Stra­ßen­dorf. Zwi­schen den gie­bel­stän­di­gen Häu­sern spannt sich ein klei­ner Hof auf. Die Häu­ser wer­den erd­far­ben ver­putzt. Gemäß eines Dekor­sche­mas wer­den sie anschlie­ßend individualisiert.